Autismus-Anzeichen, Diagnose und meine Kritik an der Erklärungskraft des bestehenden Autismusmodells

In dieser Sendung spreche ich darüber, weshalb ich mir zu behaupten traue, dass ich finde, dass das Autismuskonzept noch unvollständig und sehr ausbaufähig sei; weiters sind ein paar Erlebnisschnipsel aus der Zeit vor meiner Autismusdiagnose mit 32 Thema: z.B. aus meiner damaligen Arbeit als psychosozialer Betreuer; es geht auch drum, inwiefern ein Zeitungsartikel eines mit 40 spätzdiagnostizierten Autisten, auf den ich stieß, auf dem Weg zu meiner Diagnose relevant war.

Auch aus meiner Kindheit sind am Schluss ein paar Aspekte Thema, die ich als autistisches Kind erlebte und ob dies Anzeichen waren oder nicht.

Bei all diesen Themen geht es diesmal insbesondere darum, welche Überlegungen wichtig sind, sich zu machen, wenn man über das Autismusmodell, über Diagnosen, über vermeintliche oder wirkliche Autismusanzeichen, nachdenkt, vielleicht ein wenig im Sinne von: Vieles kann ein Anzeichen sein, aber man sollte sich zugleich die Frage stellen: Bis wohin oder – eine meiner Lieblingsfragen: Wie muss das tieferliegende Autismusmodell beschaffen sein, damit Alles gleichzeitig einen Sinn macht?

Das ist so die Metafrage, die eigentlich alle Überlegungen dieser Folge zusammenhält – die sich diesmal recht stark zwischen Abstraktion, sehr konkreten Beispielen, absichtlichen und gezielten Fragen und einem sehr gezielten Öffnen sehr bestimmter Gedankenstränge widmet.

Im Sinne von: Ich hoffe, am Ende habe ich euch ein paar Stellen gezeigt, an denen sich ein genaueres Nachdenken besonders deutlich lohnen kann, wenn man sich näher für “das Dahinter” bei Autismus und Autist:innen interessiert.